ACC, Lane Assist oder Front Assist: Wichtige Assistenzsysteme vorgestellt

04.10.2020

ACC und Front Assist

Beim Stop & Go im Feierabendverkehr kann ein Auffahrunfall schnell passieren. Das ACC-System (Adaptive Cruise Control) hilft die dabei, immer die nötige Distanz zum vorfahrenden Auto zu bewahren. Das System erfasst automatisch die Distanz und die Geschwindigkeit des vorausfahrenden Wagens und ermittelt einen ausreichenden Abstand zwischen beiden Fahrzeugen.

Zum einen warnt das System die Fahrer per optischer oder akustischer Warnsignale. Zum anderen ist die Bremsanlage des Autos bereit für ein mögliches Bremsmanöver. Denn sollte die fahrende Person nicht auf die Warnsignale reagieren, wird die nächste Stufe eingeleitet. Das System macht mit kurzem, ruckartigen Bremsen auf die Gefahrensituation aufmerksam. Sollte der Fahrer trotz nun geweckter Aufmerksamkeit noch zu schwach bremsen, wird der Bremsdruck automatisch erhöht. 





Side Assist

„Nie den Schulterblick vergessen“- hieß es in der Fahrschule, bevor mandie Spur wechselte. Nur der Rückspiegel reicht nicht, aber auch der schnelle Blick über die Schulter hilftnicht immer. Der Side-Assist erkennt mithilfe von Sensoren an der Seite des Autos, wenn sich andere Verkehrsteilnehmende genau in dem toten Winkelbefinden. 

Der Side-Assist warntdurch eine rote Leute im Außenspiegel gewarnt. In manchen Fällte ertönt sogar ein Warnton, sobald der Blinker betätigt wird. Mit diesem praktischen Assistentenkönnen schwere Unfälle beim Spurwechsel auf der Autobahn verhindert werden, aber auch im Stadtverkehr kann eine mögliche Kollision mit Radfahrern verhindert werden. 




Lane Assist

Jährlich passieren etliche Unfälle, bei denen Müdigkeit und fehlende Konzentration Ursachen waren. Neben dem Müdigkeitsassisten hilft hier der Lane Assist:Verlässt derFahrer versehentlichdie Fahrspur warnt das Fahrzeug ihn durch eine aktivie Spurerkennung. Das Lane-Assist-System, oder auch Spurhalteassistent, hilftUnfälle zu vermeiden, die passieren, wenn aus der Spur driftet. 

Das System erkennt die Fahrbahnmarkierungen vor und neben dem Auto. Wenn das Auto sich der Markierung nähert wird der Fahrer, beispielsweise durch Vibration des Lenkrads, gewarnt. In manchen Fällen lenken die Spurhalteassistenten sogar leicht dagegen, um das Auto in der richtigen Spur zu halten.


Park-Distance-Control "PDC"

Die Park-Distance-Control hilft gerade an übersichtlichen Stellen beim Einparken: Gerade in der Stadt ist Einparken selten ein Vergnügen. Neben der Sucherei muss man auch in die oft viel zu engen Lücken passen. Hier ist daher die elektronische Einparkhilfe zu einem unverzichtbaren Assistenten geworden. Denn mit der Park-Distance-Control (kurz: PDC) wird man per akustischem Signal rechtzeitig vor Hindernissen gewarnt.

Dafür befinden sich Sensoren im hinteren und oft auch vorderen Stoßfänger, die die Umgebung überwachen und sich akustisch und bei vielen Modellen auch optisch bei Hindernissen melden. Das akustische Signal wird immer lauter, umso näher man den umstehenden Fahrzeugen, Mauern, Säulen oder ähnlichem kommt. Noch übersichtlicher ist dann nur die Rückfahrkamera, die für einen guten Blick hinter das Auto sorgt.



Rückfahrkamera

Mit einem vollen Kofferraum und in engen Parklücken hilft der Rückspiegel oft nicht weiter, um die Situation hinter dem Fahrzeug einzuschätzen. Früher hieß es dann Teamwork beim Einwinken – heute dagegen hilft der Blick nach vorne: Auf den Monitor, der gemeinsam mit der Rückfahrkamera eine nahezu perfekte Sicht hinter das Fahrzeug ermöglicht

Eine Rückfahrlinse hat den Bereich hinter dem Fahrzeugheck im Blick und sendet ein Videobildauf den Monitor. Damit wiederum auch der Linse nicht die Sicht genommen wird muss diese immer schön sauber bleiben. Dafür gibt es die sogenannten Shutterkamera, die mit einer Schutzkappe bedeckt ist, die sich nur beim Rückwärtsfahren automatisch öffnet: Oft ist sie unter dem Fahrzeugemblem versteckt, dass dann kurz aufklappt.Für die ideale Zusammenarbeit kommt es nicht nur auf die Kamera an, sondern auch auf die Auflösung des Monitors. Üblich sind Bildschirmgrößen von fünf bis sieben Zoll. Neben dem reinen Videobild zeigt die Kamera aber oft auch die errechnete Fahrspur des Wagens: So sieht man schon vor dem Losfahren, in welche Richtung man aktuell lenkt.


Müdigkeitserkennung

Neben dem Lane-Assist ist die Müdigkeitserkennung der zweite Assistent, der sich um müde Autofahrer*innen kümmert. Die Müdigkeitserkennung überwacht zum einen per Video die Augen, zum anderen analysiert das System das Fahrverhalten. Wenn der Fahrer viele abrupte Lenkkorrekturen macht, deutet das auf seine Müdigkeit hin. Dann erscheint auf dem Display der Hinweis, dass eine Pause angebracht wäre. Manche Systeme senden auch akustische oder mechanische Signale, wie beispielsweise eine Vibration im Gurt. 


Fahrlicht-Steuerung

Wenn sich die Lichtverhältnisse ständig ändern, wie beim Ein- und Ausfahren durch Tunnel und Unterführungen, entlastet die Fahrlicht-Steuerung die Fahrer*innen. Das System erkennt die Umgebungshelligkeit mit Hilfe von Sensoren und sorgt dafür, dass sich das Abblendlicht automatisch ein – oder ausschaltet. Sobald sich das Abblendlicht einschaltet leuchtet die grüne LED neben dem Symbol auf. Ob bei Dämmerung oder im Parkhaus, das Licht kann nicht mehr vergessen werden, was für eine höhere Verkehrssicherheit sorgt. 


Head Up Display

Das HUD ist ein zusätzlicherAssistent, der für mehr Übersicht sorgt:Mit dem Head-Up-Display (HUD) hat man alle wichtigen Informtionenim Blick.Je nach Modell werden Tempo und erlaubte Geschwindigkeit oder auch Navigationspfeiledirekt in die Windschutzscheibe eingeblendet. Ohne die Blickrichtung ändern zu müssen, haben die Fahrer*innen alle relevanten Daten im Auge. 

Die Position und Farbe der Projektion sind so gewählt, dass sie die Fahrer nicht beeinträchtigen: Die Daten werden unaufdringlich unten links in die Frontscheibe projiziert, damit sie nicht ablenken. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit, da man trotzdem die Straße im Blick behält und nicht den Kopf bewegen muss, um zu Tacho oder Navigations-Display zu schauen.

Assistenzsystem erklärt: An unserem Volkswagen Tiguan erklären wir die wichtigsten Assistenzsysteme: