Alles über Hybrid-Motoren: Worin unterscheiden sich Voll- und Mild-Hybrid vom Plug-in-Hybrid?

16.11.2020

Elektro-Antriebe werden, vor allem durch die wegfallenden Abgase, immer wichtiger. Hybrid-Motoren kombinieren dabei einen modernen Elektromotor mit einem klassischen Verbrennungsmotor für zusätzliche Reichweite. Durch die BAFA-Förderung haben dieses Jahr E-Autos und Fahrzeuge mit Hybrid-Motor die Verkaufslisten angeführt. Die reinen Verbrennungsmotoren hingegen erleben einen Rückgang: Bei CarFellows waren seit Sommer etwa 80 Prozent der verkauften oder geleasten Fahrzeuge mit einem Hybrid- oder Elektromotor ausgestattet.


Was macht ein Hybrid-Fahrzeug aus?

Bei Hybridfahrzeugen teilen sich Elektromotoren und Verbrennungsmotoren die Arbeit intelligent auf. Es gibt verschiedene Modelle: den Voll-Hybrid, den Mild-Hybrid oder den Plug-In-Hybrid. Während der Elektromotor bei dem Mildhybrid nur beim Beschleunigen unterstützend aushilft, kann der Plugin-Hybrid in der Regel zwischen 40 und 60 Kilometer rein elektrisch fahren: Das ist gerade für den Stadtverkehr oft ausreichend.


Voll-Hybrid

Fahrzeuge mit Voll-Hybrid Motor können kleinere Strecken rein elektrisch zurücklegen: Der Elektromotor wird aber vor allem für das Anfahren genutzt, bis sich der Verbrennungsmotor zuschaltet . Vollhybride verfügen über eine relativ kleine Batterie, die nicht extern aufladbar ist. Der Elektroantrieb speist sich aus der Energie, die während des Fahrens oder durch das Bremsen erzeugt wird.


Mild-Hybrid

Bei einem Mild-Hybrid hingegen wird beim Rollen und Bremsen Strom erzeugt: Dies wird in einer kleinen Batterie gespeichert. Die Batterie ist hier lediglich eine Unterstützung für den normalen Motor und unterstützt ihn, wenn schnell zusätzliche Leistung gebraucht wird: Zum Beispiel beim Überholen oder dem schnellen Beschleunigen. Die Batterie ist deutlich kleiner als bei einem Vollhybriden, wodurch kein rein elektrisches Fahren möglich ist.

Vollhybrid- und Mildhybrid-Fahrzeuge sind in sich geschlossene Systeme und benötigen keinen Stecker. Ist der Batterie-Stand zu niedrig oder die Fahrgeschwindigkeit zu hoch, schaltet sich bei beiden automatisch der herkömmliche Motor hinzu. Dadurch können sich die Batterien während der Fahrt wieder aufladen. Außerdem nutzt das Fahrzeug die beim Bremsen freiwerdende Energie, um die Akkus wieder aufzuladen.

Das ist aber auch wichtig für die Förderung in Form der Innovations- oder Umweltprämie: Diese wird nur für Fahrzeuge mit Plugin-Hybrid Motor gewährt, die auch rein elektrisch betrieben werden können.


Plug-in Hybrid (PHEV)

Besonders beliebt sind aber, nicht nur wegen der BAFA-Förderung, Plug-In-Hybride. Bei Plug-In-Fahrzeugen wird der Elektromotor extern über die Steckdose, die Wallbox oder eine Ladestation aufgeladen. Der Energiespeicher ist groß genug, um Strecken von 40 bis 60 Kilometern rein elektrisch zurücklegen zu können: Im Stadtverkehr braucht man daher den Verbrennungsmotor gar nicht. Erst wenn der Ladestand des Akkus unter einen bestimmten Wert fällt, springt dieser dann ein: So kann man dann auch längere Strecken zurücklegen.

Hybridfahrzeuge zeichnen sich also durch die Kombination von Elektroantrieb und Verbrennungsmotor aus. Der Vorteil dieser Kombination ist es die Nachteile der beiden Antriebsarten zu reduzieren. Bei den meisten Hybridautos wird der Elektroantrieb übrigens mit einem Benzinantrieb kombiniert – Hybrid-Fahrzeuge mit Dieselmotor gibt es aber durchaus auch. Eine gängige und oft genutzte Abkürzung für Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb ist dabei "PHEV": Die Kurzform für "plug-in hybrid electric vehicle").