Familienauto: Kombi oder SUV?

13.10.2020

Er gilt als typisches Familienauto - der Kombinationskraftwagen, besser bekannt unter seiner Abkürzung Kombi. Er ist ein Liebling der Deutschen. Auf dem amerikanischen und chinesischen Markt hingegen konnten sich Kombi-Modelle iso gut wie gar nicht durchsetzen: Dort führen eher große Pick-up Trucks und SUVs die Verkaufslisten an.

Die Merkmale des Kombis sind die große Heckklappe zum einfachen Be – und Entladen, die umklappbare Rückbank und die große Ladefläche. Zudem sind Kombis im Gegensatz zu Kleinwagen stets Fünftürer. Für Familien sind Kombis von Vorteil, weil entspannt drei Leute oder zwei Kindersitze Platz auf der Rückbank finden. Dank den hinteren Türen lassen sich Kindersitze auch einfacher befestigen als beispielsweise bei Kleinwagen.

Der Kombi ist aber nicht nur für Familien ein praktischer Begleiter: Auch Sportler müssen ihr Surfbrett oder Fahrrad nicht aufs Dach spannen, sondern finden im Auto genug Platz dafür, was den Transport zusätzlich spritsparender macht. Heim- und Handwerker können sich im Baumarkt eindecken und bei längeren Reisen muss sich niemand beim Gepäck einschränken. Kombis sind jedoch nicht die einzigen Modelle mit viel Platz.


Familien-Auto: Kombi oder SUV?

Der Kombi hat mittlerweile ernstzunehmende Konkurrenz bekommen. Nicht nur was die Größe, sondern auch was die Beliebtheit angeht. Der SUV ist seit einigen Jahren zum zweiten Liebling der Deutschen geworden. Kombis und SUVs bestechen beide durch ihre Größe und liefern sich inzwischen auf der Beliebtheits-Skala ein Kopf-an-Kopf -Rennen. Welche Vor – und Nachteile haben die Modelle im Vergleich zum jeweils anderen?

Optisch liegt das „Sports Utility Vehicle“ im Trend und überzeugt durch die höhere Sitzposition und den damit besseren Überblick. Diese Weitsicht hat aber auch Nachteile, denn sie verschlechtert die Übersicht beim Einparken und Rangieren. Unfallstatistiken zeigen, dass sich vor allem SUVs gerne Kratzer holen: In der Versicherung ist der SUV (nicht nur aus diesem Grund) oft teurer.

SUVs werden allerdings oft mit Allradantrieb angeboten, was bei Glätte oder anderen schwierigen Bedingungen nicht nur bei Offroad-Fahrten von Vorteil sein kann: Auch wenn ein Rad auf schlechtem Untergrund keinen Halt mehr findet, sorgen die anderen drei Räder für ein sicheres Fahrverhalten. Der Allrad-Antrieb wird daher auch mit den englischen Begriffen 4WD (4-wheel-drive), AWD (All-wheel-drive) oder 4x4 abgekürzt.



Der Kombi gilt zwar als Familienkutsche, ist durch geringere Höhe aber sparsamer – und in der Regel auch günstiger in der Versicherung. Er ist zudem sicherer im Fahrverhalten: Durch die flachere Karosserie und die geringere Bodenfreiheit liegt bei Kombis der Schwerpunkt tiefer, was wiederum die Straßenlage sicherer macht. Bei steilen Bergen und in unwegsamen Gelände hat der SUV dagegen die Nase wieder vorn.

Für welche Variante man sich schließlich entscheidet, bleibt jedem am Ende selber überlassen: Beide Fahrzeugklassen können mit viel Platz und großem Kofferraum punkten. Für Familien oder Sportler eigenen sich beide nicht nur durch den Platz im Innenraum: Auch Dachboxen oder Fahrradträger (bei vorhandener Anhängerkupplung) sind leicht montiert.