Leasing ohne SCHUFA: Geht das?

30.10.2020

Was ist die Schufa?

Die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ ist besser bekannt unter ihrer Abkürzung SCHUFA. Beim Mieten einer Wohnung, bei einem neuen Handyvertrag oder eben beim Leasen eines Autos kommt man in Kontakt mit der SCHUFA. Seit 80 Jahren ist es ihre Aufgabe, Informationen über die Bonität von Unternehmen und Privatpersonen zu sammeln. Kreditinstitute, Banken und potenzielle Vertragspartner können sich bei der SCHUFA eine Auskunft über die finanzielle Lage von zukünftigen Vertragspartnern holen.

Die SCHUFA-Auskunft kann darüber entscheiden, ob sie ein potenzieller zukünftiger Vertragspartner sind – oder leider nicht: Darum versuchen Kunden oft, Leasing-Angebote ohne SCHUFA-Auskunft zu bekommen. Dies ist aber oft unnötig, da die Bonitätsabfrage bei der SCHUFA in den meisten Fällen gar kein Problem darstellt. Wichtig ist zu berücksichtigen, dass ein regulärer SCHUFA Eintrag gar nicht schlimm ist: Bei jedem Handyvertrag, einem neuen Konto oder einer zusätzlichen Kreditkarte wird dies bei der SCHUFA eingetragen – dies alles sorgt noch nicht für eine Ablehnung bei einem Leasingvertrag!


Leasing ohne SCHUFA?

Wer ein Auto leasen möchte, hat dadurch auch eine monatliche finanzielle Verpflichtung. Ob der Leasingnehmer dieser Verpflichtung stets pünktlich nachkommen kann, prüft die Leasing-Bank vor dem Zusenden des Leasing-Vertrags: In der Regel holen sich die Partner-Banken daher eine Auskunft oder Bonitätsabfrage über die SCHUFA ein. Mit dieser Bankauskunft überprüft die Bank dann die Kreditwürdigkeit. Sollte diese Prüfung negativ ausfallen wird ihre Leasinganfrage abgelehnt. Ein Leasing ohne SCHUFA ist daher nicht möglich, da die Banken diese zur Sicherheit abfragen.

In den meisten Fällen ist das aber nicht schlimm und man kann trotz SCHUFA-Einträgen einen Leasing-Vertrag abschließen: Einen SCHUFA-Eintrag erhält man nämlich schon bei einem neuen Handy- oder Telefonvertrag, einer zusätzlichen Kreditkarte oder einem Konto mit Dispo-Rahmen. Schlimmer sind dagegen negative SCHUFA-Einträge: Sie sind der Grund, warum Leasing-Banken von einem Vertrag mit dem Partner absehen könnten.


Was tun bei negativer SCHUFA

Fehler können immer passieren – auch der SCHUFA. Möglicherweise haben Sie einen Kredit bereits längst abbezahlt, aber er ist noch immer in der Datenbank gespeichert. Oder Einträge wurden einer falschen Person zugeordnet. Um das zu überprüfen, können Sie eine Selbstauskunft bei der „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ (SCHUFA) beantragen und anschließend auf mögliche veraltete Informationen hinweisen.

In diesem Artikel zeigen wir Beispiele für negative SCHUFA-Einträge, und welche Möglichkeiten es gibt, trotz diesen ein Auto zu leasen: Hier hilft zum Beispiel eine Person, die bei Problemen bürgen könnte.

Wichtig ist aber zu beachten, dass die normalen SCHUFA-Einträge bei einem Krediten, Miet- oder Handy-Vertrag nicht für eine Ablehnung bei der Leasing-Bank führen: Für die meisten Kunden gibt es daher gar keinen Grund, einen Leasing-Anbieter ohne SCHUFA zu suchen. Aber auch bei negativen SCHUFA-Einträgen bemühen wir uns, eine Lösung für Fahrzeug-Interessierte zu finden: Das kann zum Beispiel ein Bürge oder eine höhere Anzahlung sein.