Neue Reifen ab Oktober? Ab wann sind Winterreifen Pflicht?

03.10.2020

Der Oktober beginnt und der Sommer ist endgültig vorbei. Auch wenn die Temperaturen teilweise noch sommerlich sind, müssen wir uns so langsam auf den Winter einstellen. Nicht nur uns selbst, auch das eigene Auto: Es wird vielerorts wieder Zeit für Winterreifen. Denn es gilt die Faustregel: „Von O bis O“ – von Oktober bis Ostern. Im Oktober beginnt die Zeit zum Winterreifen aufziehen, um die Osterfeiertage herum ist die Zeit gekommen, um sie wieder einzulagern. 

Winterreifen sind Pflicht, zumindest teilweise. Allerdings gibt es kein festes Datum, bis wann man die Winterreifen aufgezogen haben muss. Die Straßenverkehrsordnung schreibt Winterreifen aber bei winterlichen Straßenverhältnissen vor – also bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist oder sogar einen Unfall baut, dem drohen nicht nur Bußgelder. Auch die Versicherung kann sich in einem solchen Fall weigern, die anfallenden Kosten zu zahlen. Bei CarFellows können Kunden die Winterreifen auf eigenen Felgen bei der Bestellung ganz einfach mit dazu buchen: So bleiben die Sommerräder vor Eis, Schnee und Streusalz geschützt.


Sommerreifen vs. Winterreifen

Die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen liegen hauptsächlich in Profil und der Gummimischung. Winterreifen haben in ihrem Profil viele kleine Lamellen. Das sind Profileinschnitte, die sich bei Glätte und Schnee verzahnen. Dadurch rutscht man mit ihnen weniger leicht auf glattem Untergrund. Sommerreifen haben keine Lamellen und sind deshalb ungeeignet für winterliche Straßenverhältnisse. Dafür haben sie breite Längsrillen und sind dadurch besser geeignet für Starkregen. Um gegen die Hitze gewappnet zu sein, haben Sommerreifen eine härtere Gummimischung als Winterreifen.



Nur das Fahren mit Sommerreifen im Winter ist gefährlich und wird geahndet. Andersherum gibt es zwar keinerlei Gefahren, man tut sich aber wegen zusätzlicher Kosten keinen Gefallen. Durch die weichere Gummimischung der Winterreifen haben Sie einen längeren Bremsweg, einen höheren Spritverbrauch und einen höheren Verschleiß. Wer nicht ständig die Reifen wechseln möchte, findet in Ganzjahresreifen eine Alternative: Sie erreichen zwar nicht die Leistungen der spezialisierten Reifen, können sich aber in Gegenden mit seltenem Schneefall lohnen.

Man muss aber nicht nur auf die Reifenart achten: Auch die Profiltiefe der Reifen ist wichtig für ein sicheres Fahren. In Europa gilt die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm für Pkw- und Motorradreifen. Diese bietet allerdings nur noch wenig Sicherheit. Bei Sommerreifen sollte das Profil dahermindestens drei Millimeter tief sein. Bei Winter -oder Ganzjahresreifen sollten es mindestens vier Millimeter sein, um sicher durch Schnee und Eiszu kommen.


Bußgelder und Versicherungsschutz

Was passiert, wenn man bei Schnee und Glätte mit Sommerreifen fährt? Wer in eine Verkehrskontrolle gerät, muss ein Bußgeld von 60 Euro zahlen. Sollte es aufgrund der falschen Reifen zu Behinderungen des Verkehrs kommen, zahlen Sie 80 Euro und sollten Sie andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen, wird ein Bußgeld von 100 Euro fällig. Ein Punkt in Flensburg winkt in allen drei Fällen. Aber auch die Versicherung kann sich bei falscher Bereifung weigern, bei einem Schaden zu zahlen!

Erkennbar sind die Winterreifen ganz einfach: Sie haben auf der Seite als Symbol einen Berg mit einer Schneeflocke. Bis zum 30. September 2024 sind außerdem Reifen mit einer M+S Kennzeichnung ("Matsch + Schnee") für den Winter geeignet, wenn sie vor dem 31. Dezember 2017 hergestellt wurden.