Saisonkennzeichen, Dach und Versicherung: Alles über Cabrios!

19.09.2020

Cabrio fahren ist mehr als das Schnelle ankommen am gewünschten Ziel: Mit dem Cabrio ist auch schon die Reise eine kleine Auszeit aus dem Alltag. Wer mit offenem Dach durch die Gegend fährt, erlebt die Autofahrt intensiver. Mehr Licht, Luft, Naturgerüche und -geräusche: all das kann man unterwegs genießen. Mit dem Cabrio kann man das Praktische mit dem Schönen verbinden. Oder man verbindet Schönes mit Schönem und fährt mit dem Cabrio Panoramastrecken entlang. 

Damit das Cabrio fahren auch ein schönes Erlebnis bleibt, sollte man gerade im Sommer Sonnencreme und Sonnenhut nicht vergessen. Einen Sonnenstich holt man, wenn überhaupt, dann doch lieber am Strand. Und Cabrio fahren mit Sonnenbrille schützt nicht nur vor der Sonne, sondern verhindert auch, dass während der Fahrt Insekten im Auge landen. 


Welches Dach darf es sein?

Hardtop oder Softtop: Das Hardtop besteht, wie der Rest des Wagens, aus einem festen Material, das Softtop besteht aus Stoff und ist flexibler zu falten. Im geschlossenen Zustand ist bei einem Hardtop-Cabrio die Autokarosserie steifer – was den großen Vorteil hat, dass es bei Unfällen sicherer ist. Auch Vandalismus kommt bei einem Hardtop deutlich seltener vor. Ein Nachteil ist, dass der Kofferraum im offenen Zustand auf Minimalgröße schrumpft. 

Ein Softtop besticht zum einen durch sein Design. Zudem öffnet es sich schnell und kann das bis etwa 50 km/h sogar während der Fahrt. Die oben genannten Vorteile des Hardtops sind die Nachteile des Softtops: Die Sicherheit bei Unfällen und vor Vandalismus ist geringer. 

Neben dem Dach ist aber auch die Heckscheibe wichtig: War diese früher oft aus Kunststoff, hat sich die Glasrückscheibe mittlerweile durchgesetzt. Diese ist in vielen Fällen auch beheizbar: Das ist wichtig, wenn der Wagen auch im Winter genutzt wird.


Soll ich oder soll ich nicht? 

Wer von einem Cabrio träumt sollte noch ein paar Dinge bedenken. Geschlossen gefahren sind Cabrios oftmals noch immer lauter als die üblichen Autos – gerade bei hohen Geschwindigkeiten. Zudem wiegen offene Autos im Vergleich zu ihren geschlossenen Pendants häufig mehr, was an der nötigen, zusätzlichen Karosserieversteifung liegt. Deshalb ist leider auch der Verbrauch leicht erhöht. 

Fahrspaß an der frischen Luft hört sich zunächst toll an für den nächsten Urlaub am Meer. Aber Platz für viel Gepäck bleibt da nicht. Der Platz im Kofferraum ist stets eingeschränkt und kaum ein Cabrio bietet die Möglichkeit die Rücksitze umzuklappen. Ein Cabrio ist daher zwar kein Auto für alle Fälle, aber trotzdem eine der schönsten Arten, um mit dem Auto zu verreisen. 


Saisonkennzeichen 

Für viele sind Cabrios nur Sommerautos und für die kühleren Jahreszeiten gibt es einen Zweitwagen. Das Cabrio kann sich ab Herbst in den Winterschlaf verabschieden. Man kann das Cabrio saisonweise neu an- und abmelden oder man spart sich den Aufwand und entscheidet sich für ein Saisonkennzeichen. Ein Kennzeichen also, welches nur für einen bestimmten Zeitraum gültig ist. 

Mit dem Saison-Kennzeichenspart man daher nicht nur Zeit, für das dauernde Ab- und Anmelden, sondernauchGeld: Mit dem Saisonkennzeichen mussman die Kfz-Steuer nur innerhalb des Nutzungszeitraums zahlen. Dieser Zeitraum wird bei der Beantragung des Kennzeichens einmalig festgelegt und beträgt mindestens zwei und höchstens elf Monate. 


Bis wann gilt ein Saisonkennzeichen?

Die Nutzung beginnt stets am ersten Tag eines Monats und endet immer am letzten Tag eines Monats (z.B. 01.06. – 31.10.). Das Saisonkennzeichen enthältauf der rechten Seite die Daten für den angemeldeten Nutzungszeitraum: Dies sind zwei Zahlen, die durch einen Strich getrennt sind. Die obereZahlsteht für den Monat, ab dem das Fahrzeug angemeldet ist und gefahren werden darf. Die Zahl unterhalb des Strichs zeigt an, in welchem Monat das Auto zuletzt gefahren werden darf: Dies ist dann das Ende des Zulassungszeitraums.Am ersten Tag des Folgemonats gilt das Fahrzeug als abgemeldet und darf nicht mehr auf öffentlichen Straßen gefahren werden.

Einmal festgelegt gilt dieser Nutzungszeitraum auch für die Folgejahre undlässt sichnicht einfach ändern:Wer die Monate späterändern möchte, um schon im Frühling mit dem Cabrio fahren zu können,muss dafür ein neues Saisonkennzeichen beantragen. 

Außerhalb der festgelegten Monate darf das Auto nicht bewegt werden oder auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden. Wer sich nicht daran hält muss zahlen: 

  • Fahren des Kfz außerhalb des festgelegten Zeitraums: 50 Euro
  • Parken auf öffentlichen Grund außerhalb des festgelegten Zeitraums: 40 Euro

Außerdem ist in der Regel der Versicherungsschutz für die abgemeldete Zeit nicht gegeben, wenn das Fahrzeug gefahren wird. Eine kurze Ausfahrt kann daher teuer enden, wenn das Fahrzeug außerhalb der angemeldeten Saison gefahren wird.


Versicherungen

Bei einem neuen Cabrio, noch dazu einem geleasten, sollte nicht an der Versicherung gespart werden. Eine Vollkaskoversicherung ist von Vorteil. Denn eine Teilkaskoversicherung greift nur bei Diebstahl oder Sturm -und Hagelschäden. Für Vandalismusschäden, die bei einem Cabrio häufiger vorkommen können, weil beispielsweise gerne das Verdeck aufgeschnitten wird, kommt die Teilkasko jedoch nicht auf. Teilweise kann die Vollkaskoversicherung sogar günstiger ausfallen: Das liegt am Schadenfreiheitsrabatt. Denn einen Rabatt für schadenfreie Jahre erhält man nur bei der Vollkaskoversicherung, nicht bei der Teilkasko.