Spritsparen: Sparsam zum nächsten Roadtrip

26.08.2020

Gut für die Umwelt, gut für den Geldbeutel: Wer clever fährt, kann viel Sprit sparen und tut auch der Umwelt einen Gefallen. Und ein neues Auto hilft hier ebenfalls: Erstens verbrauchen moderne Motoren deutlich weniger Kraftstoff, zweitens hilft die mittlerweile schon in vielen Neuwagen serienmäßige Start-Stopp-Automatik beim Benzinsparen im Stadtverkehr. Wer beim Fahren auf folgendeTippsachtet, ist auf der sicheren Seite!


Clever schalten

Wer einsteigt, muss auch Losfahren. Das heißt: man sollte das Auto nicht im Stand warmlaufen lassen. Das Anschnallen, Einstellen der Spiegel und Eingeben der Zieladresse im Navigationssystem sollte man ebenfalls erledigen, solange der Motor noch aus ist. Beim Schalten gilt: Wer zu spät schaltet, verbraucht mehr. Wer sparsam fahren möchte, sollte daher in Abständen von 10 km/h in den nächsthöheren Gang schalten. Also bei 20 km/h in den zweiten Gang, bei 30 km/h in den dritten und bei 40 km/h in den vierten Gang. Mit etwa 2.000 Umdrehungen pro Minute ist man am umweltfreundlichsten unterwegs. 

Beim Zurückschalten gilt: Solange der Motor nicht ruckelt, braucht man nicht direkt einen Gang herunter zuschalten. Wenn man nach jedem Schalten wieder Gas geben muss, kostet das zusätzlich unnötigesBenzin.


Vorausschauend fahren

In der Ferne springt die Ampel auf Rot: Kein Grund weiter Gas zu geben. Ebenso bei stockendemVerkehr – MitausreichendAbstand zum Vordermann istBremsen oftnicht nötig, und esreicht aus den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Vorausschauendes Fahren bedeutet, unnötiges Bremsen zu vermeiden. Wer bei Ampeln und im Feierabendverkehr die Wirkung der Motorbremse nutzt anstatt ständig zu bremsen und wieder Gas zu geben, kann je nach Motortyp und Getriebe bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen.Wichtig ist aber, dass man hier sehr konzentriert fährt und trotzdem in Notfällen schnell Bremsen kann.


Richtig cool bleiben

Wenn im Sommer endlichwieder die Sonne scheint und das Auto aufheizt, will man im Auto nur ungernschwitzen. Bei geschlossenen Fenstern und Türen wird es im Wagen aber schnell deutlich wärmer als draußen: Eine Klimaanlage ist da von Vorteil, erhöht aberden Benzinverbrauch um 0,1 bis 0,2 l/100km. Bei Kälte gilt das gleiche für die Standheizung (0,2 bis 0,5l/100km). 

Wer umweltbewusst fahren möchte, muss aber wederschwitzen oder frieren, man sollte die Klimaanlage und Standheizung nur nichtunnötiglaufen lassen. Und: der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur sollte nicht mehr als 8 Grad Celsius betragen. Damit die kühle Luft nicht entweicht, sollten die Fenster geschlossen bleiben. Zusatzausstattung wie die heizbare Heckscheibe unddie Sitzheizung führen ebenfalls zu einem hohen Verbrauch: Diese kann man nach den ersten Minuten, wenn die Scheibe frei ist und Wagen warm ist, schnell wieder ausschalten.



Das offene Fenster ist übrigens nicht automatisch die schlauere Alternative zur Klimaanlage. Bei Tempo 80 bis 100 ist ein geöffnetes Fenster nicht spritsparender, da ein Luftwiderstand entsteht, der ebenfalls die Kosten steigen lässt. 

Ein weiterer Tipp: Die Klimaanlage sollte in Zwei-Jahres-Intervallen kontrolliert werden. Eine Klimaanlage, die nicht mehr einwandfrei funktioniert und trotzdem Energie verbraucht, sorgt ebenfallsfür unnötigen Spritverbrauch. 


Nur das Wichtigste dabei

Der Skiurlaub ist lange vorbei, aber die Skibox thront noch immer auf dem Autodach. Lohnt es sich noch die Box bis zum nächsten Urlaub abzubauen? Allerdings! Skiboxen, Fahrradträger und ähnliches sorgen für einen höheren Luftwiderstand, wodurch sich der Kraftstoffverbrauch um 20 bis 40 Prozent erhöhen kann. Wer Fahrräder mit in den Urlaub nehmen möchte, sollte sie lieber mit einem Träger auf der Anhängerkupplung transportieren. Die Fahrräder befinden sich dann größtenteils im Windschatten des Fahrzeugs - das istdanndie sparsameAlternative zum Dachgepäckträger. 

Aber nicht nur das Gepäck auf dem Dach steigert den Spritverbrauch. Auch im Kofferraum oder auf der Rückbank sollte keinunnötiges Gepäck mitgeschleppt werden. Das macht sich zunächst vielleicht nicht so sehr bemerkbar, doch auf das gesamte Jahr betrachtet kann sich auch das schnellsummieren: Der aufgeräumte Kofferraum ist daher ein sehr einfacher Weg, um Benzin zu sparen.