Wallbox: Die E-Auto Ladestation für Zuhause

09.11.2020

Elektroautos haben viele Vorteile und sogar einige Sonderrechte, müssen aber noch häufiger aufgeladen werden als ein herkömmliches Auto getankt werden muss. Noch gibt es zu wenig Lademöglichkeiten: Auf was man beim „Auftanken“ achten muss, zeigen wir in diesem Artikel. Damit Fahrer von Elektroautos in Zukunft auch bequem zuhause laden können, tritt ab dem 1. Dezember 2020 ein neues Gesetz in Kraft und die heimische "Wallbox" wird bezuschusst.


Neues Gesetz bringt Recht auf Ladestation

Mit dem „Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz“ haben Mieter oder Wohnungseigentümer in Zukunft einen Anspruch darauf, eine eigene, kleine Ladesäule in der Tiefgarage oder auch dem Grundstück des Hauses zu installieren. Zumindest dann, wenn sie bereit sind, die Kosten dafür zu tragen. Ab Ende November bezuschusst die KfW-Bank aber jede private Ladestation mit 900 Euro: Zumindest, wenn diese mit Ökostrom oder Strom aus der Photovoltaikanlage betrieben wird.

Die optimale Ladelösung für zu Hause ist eine 11-kW-Wallbox: Diese sind weder für die Elektroinstallation noch für das Stromnetz eine Belastung. Eine solche Wallbox muss daher auch nur bei dem Stromanbieter angemeldet werden: Man braucht keine zusätzliche Genehmigung. Bei Ladestation mit 22 kW bräuchte man dagegen noch die Zustimmung des Netzbetreibers. Trotzdem reicht die kleinere Wallbox aus, wenn man sein Elektro-Auto eher über Nacht lädt: In fünf Stunden ist ein Tesla-Akku bei einer 11 KW Wallbox wieder fast bei 100 Prozent, ein BMW i3 braucht sogar nur die Hälfte der Zeit.


Förderung für heimische Wallbox

Eine zweite Förderung der KfW gibt es für die „intelligent gesteuerte Wallbox“. Eine solche Wallbox ist dann in der Lage, mit anderen Komponenten des Stromnetzes zu kommunizieren. So kann die Ladeleistung bei vielen anderen Verbrauchern im Netz begrenzt oder zeitlich verschoben werden, um das Netz nicht zu überlasten. Günstige Wallbox-Modelle können das ohne Internetverbindung nicht leisten und werden daher nicht zusätzlich gefördert.







Die Installation einer Wallbox muss immer von einem eingetragenen Installateur geprüft und durchgeführt werden. Bei neueren Häusern ist die Installation der Ladestation meist problemlos möglich. In älteren Gebäuden kann das Einrichten deutlich aufwendiger werden, unter Umständen müssen komplette Zählerschränke ausgetauscht werden. In Mehrfamilienhäusern ist die intelligente Lösung zur Begrenzung der Ladeströme notwendig, denn sonst wird die maximal mögliche Anschlussleistung schnell überschritten.

Wer eine eigene Wallbox nutzen und von der Förderung profitieren möchte, findet in diesem ADAC Ratgeber alle nötigen Schritte. Zusätzlich sollte mit einem Elektro-Installateur geklärt werden, ob das eigene Haus-Netz für den Betrieb der eigenen Ladestation geeignet ist.