Was ist der Leasingfaktor? Und wie kann man ihn berechnen?

29.09.2020

Auf der Suche nach einem Leasingwagen prasseln sehr viele Angebote auf Einen ein. Um sich einen guten und vor allem objektiven Überblick verschaffen zu können, welche Leasingrate wirklich preiswert ist, gibt es eine einfache Methode: den Leasingfaktor. Mit dem Leasingfaktor kann man berechnen, wie viel man von seinem geleasten Auto für die monatliche Leasingrate erhält.

Genauer gesagt: Der Leasingfaktor ist die Leasingrate ausgedrückt in Prozent des Listenpreises. Mit dieser Berechnung lassen sich die vielen Angebote leichter vergleichen.


Wie berechnet man den Leasingfaktor?

Die nötigen Angaben für die Berechnung sind die monatliche Leasingrate, Sonderzahlungen und falls vorhanden die Anzahlung, die Vertragslaufzeit des Leasings und der Bruttolistenpreis des Wagens. Die Sonderzahlungen werden dividiert durch die Vertragslaufzeit und zu dem Ergebnis wird die Leasingrate addiert. Die Summe wiederum wird durch den Bruttolistenpreis geteilt. Mal genommen mit hundert ergibt sich die Prozentzahl des Leasingfaktors.


Was muss man beim Leasingfaktor noch beachten?

Nicht jeder Vergleich ist sinnvoll. Es macht wenig Sinn den Leasingfaktor einer Mercedes C-Klasse mit dem Faktor eines Opel Corsa zu vergleichen. Denn die monatliche Rate ergibt sich auch aus der Beliebtheit und Wertstabilität eines Modells. Nur bei identischen Fahrzeugen oder Fahrzeugklassen lohnt es sich, die jeweiligen Faktoren miteinander zu vergleichen. Für Privat- und Gewerbeleasing gilt das gleiche. Da in den meisten Fällen andere Grundkonditionen und Preise vorliegen, sollte man auch hier auf den Vergleich verzichten.

Weiterhin sollten die Vertragslaufzeit und die jährliche Fahrleistung gleich sein. Und bei den Sonderzahlungen, die berechnet werden, sind die Kosten der Versicherung noch nicht inbegriffen.


Guter Leasing-Faktor – Schlechter Leasingfaktor

Bei welchem Leasingfaktor kann man beruhigt zusagen und bei welchem Faktor sollte man lieber weitersuchen? Bei der Leasingbewertung gibt es eine Faustregel:

  • Liegt der Leasingfaktor unter 1 liegt ein gutes Angebot vor
  • Liegt der Leasingfaktor sogar unter 0,75 liegt ein super Angebot vor
  • Das Top-Angebot hat man bei einem Faktor von 0,5

Liegt der Faktor knapp über 1 ist das Angebot noch akzeptabel, aber umso weiter sich der Faktor von der 1 entfernt, umso schlechter wird er natürlich und man sollte sich lieber noch ein bisschen weiter umsehen. Denn je höher der Leasingfaktor, desto höher ist die Leasingrate relativ zum Listenpreis.

Der Leasingfaktor erleichtert die Suche nach der preiswertesten Leasingrate. Mit der Berechnung findet man einfach und schnell das beste Angebot: Dafür muss man auch kein Mathegenie sein. Der Leasingfaktor unterscheidet sich aber auch je nach Marke: Während ein Leasing-Faktor von 0,7 für einen Audi-Neuwagen ein sehr guter Wert ist, ist er für ein Volkswagen-Angebot nicht mehr ganz so gut.

Bei Lagerwagen ist der Leasingfaktor aber oft zweitrangig: Hier zählen neben dem Gesamtpreis und der monatlichen Rate vor allem die schnelle Verfügbarkeit, die für viele Kunden entscheidend ist